Corona-Virus

Im Rahmen der Corona - Pandemie informieren wir hier über Auswirkungen auf die Praxisabläufe

Aktuell erhalten wir sehr viele Rückfragen, ob wir einen "Coronavirus-Antikörpertest" (Blutuntersuchung) anbieten.

Die Antwort auf diese Frage lautet derzeit "nein".

Die existierenden Tests sind (nicht nur in unseren) Augen nicht sicher genug; neben vielen "falsch-positiven" (Antikörper-Nachweis ohne durchlebte Infektion) und vielen "falsch-negativen" (kein Antikörper-Nachweis trotz durchlebter Infektion) Befunden ist die Tragweite eines möglichen positiven Antikörper-Nachweises derzeit leider unklar.

Hierzu ein praktisches Beispiel: Werden im Blut z.B. Antikörper gegen Hepatitis A nachgewiesen, so ist man gegen eine (erneute) Hepatitis A Infektion zu 100% immun.

Völlig unklar ist aktuell jedoch was ein positiver Antikörper-Nachweis gegen das Coronavirus bedeutet (sofern der Test wirklich stimmt). Ist man nun immun? Oder doch nicht?

Somit ist der Test wie geschildert a) zu unsicher und b) Stand heute ohne weitere Aussage in Bezug auf eine mögliche Immunität!

Aus diesen Gründen bieten wir den Test, der aktuell aus o.g. Gründen auch nicht von den Krankenkassen übernommen wird und vom Patienten selbst bezahlt werden müsste, nicht an.

Sollten sich die Gegebenheiten in naher Zukunft ändern (bessere Testsicherheit, klare Aussage über Immunität), informieren wir Sie u.a. hier.

Unabhängig vom Antikörperbluttest führen wir bei gegebener Indikation Rachen-Nasenabstriche auf das Coronavirus durch; Gründe für einen solchen Abstrich sind z.B. Symptome, die mit einer akuten Coronavirus-Infektion assoziiert sind, seit dem 1.8.2020 haben auch Reiserückkehrer aus dem Ausland Anspruch auf (mindestens) einen Corona-Abstrich. Bei Rückfragen zu Abstrichindikationen stehen wir Ihnen zur Seite - hier finden zur Zeit quasi tagtäglich Anpassungen statt.

Patienten, die von uns auf das Coronavirus getestet wurden, erhalten auf Wunsch einen QR-Code, sodass sie das Testergebnis nach 48 Stunden selbstständig online einsehen können.

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu entschleunigen und die Menschen zu schützen, die durch eine mögliche Infektion besonders gefährdet sind, wird bis auf Widerruf die Vormittagssprechstunde für Patienten ohne Infekt reserviert (gilt für beide Praxisstandorte).

 

Primäres Ziel ist es sogenannte “Risikopatienten” (Personen älter als 60 Jahre, Personen mit chronischen Erkrankungen wie z. B. Tumorleiden, Lungenerkrankungen, Nieren- und Herzschwäche, Diabetes Mellitus, Rheuma oder Personen unter immunsupprimierender Therapie) zu schützen!

 

Das bedeutet im Klartext:

 

1. Aktuell werden an beiden Standorten vormittags ausschließlich Patienten behandelt, die keine Infektsymptome aufweisen.

2. Nachmittags werden primär Patienten mit Infektsymptomen (Fieber, Husten u.ä.) behandelt.

3. Mittwoch vormittags ist die Sprechstunde Am Bodenweg 9 für Patienten ohne Infekt reserviert, die Sprechstunde in der Metzinger Str. 2 primär für Infektpatienten (da Mittwoch nachmittags jeweils keine Sprechzeit).

4. Sollten Sie unter infektbedingten Symptomen leiden, die in ihren Augen keinen Aufschub bis zum Nachmittag tolerieren ( = medizinischer Notfall), dann wählen Sie bitte die 0157 34410160 (praxiseigene Notfallnummer) – eine individuelle Lösung in diesen Notsituation werden wir dann gemeinsam finden. Ansonsten finden Sie sich bitte zur Nachmittagssprechstunde ein.

5. Das Betreten der Praxisräume erfolgt nur noch nach vorheriger Rücksprache über die Gegensprechanlage ( = bitte klingeln) und einzeln ( = jeder Patient muss vor Betreten des Gebäudes klingeln). Ein gemeinsames Betreten (“Reinmogeln”) der Praxisräume wird nicht toleriert.

6. Halten Sie 2 m Abstand zu anderen Patienten. Zum Einen aus datenschutzrechtlichen Gründen, zum Anderen um potentielle Ansteckungen zu vermeiden.

7. Seit dem 27.04.2020 gilt ein Gesichtsmaskengebot in Baden-Württemberg - wir bitten Sie auch in unseren Praxisräumen einen Nase-Mund-Schutz zu tragen (v.a. im Wartezimmer). In der Sprechstunde selbst kann dieser abgelegt werden, wir schützen Sie und uns durch FFP-2 Masken, gegebenenfalls Schutzbrille und Gesichtsschild. Sollten Ihnen keinen Nase-Mund-Schutz besitzen, ist ein Schal o.ä. ausreichend,

8. Aus oben genannten Gründen werden Wartezeiten vor den Praxisräumen entstehen. Wir bitten dies im Rahmen der Gesamtsituation zu tolerieren.

9. Zudem bieten wir probeweise eine Videosprechstunde an (Voraussetzung: Internetzugang, Endgerät mit Kamera und Mikrophon wie z.B. Smartphone) – Informationen hierzu erhalten Sie telefonisch.

 

Die genannten Maßnahmen stellen einen signifikanten Einschnitt in die Praxis-Patienten-Beziehung ein – darüber sind wir uns bewusst!

 

Unser ausgesprochener Dank gilt unserem Praxispersonal für den deutlichen Mehraufwand!

 

Wir hoffen sehr auf Ihr Verständnis!

 

Markus Nicolai, Klaus Marquardt, Christian Bormann

(Stand 29.04.2020)

©2020 Uhlandpraxis. Impressum und Datenschutz.